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Ihre Website hat jetzt zwei Zielgruppen: Menschen und Maschinen

Das bleibt so.

Doch heute kommt eine zweite Perspektive hinzu:

Websites werden nicht mehr nur von Menschen gelesen. Auch Suchmaschinen, KI-Suchsysteme und andere automatisierte Systeme müssen ihre Inhalte finden, verstehen und einordnen können.

Die nächste Website braucht deshalb nicht zwei getrennte Websites — und auch nicht zwingend zwei URLs.

Sie braucht zwei Zugänge zur gleichen Information: einen für Menschen und einen für Maschinen.

Der Zugang für Menschen

Menschen erleben eine Website visuell.

Sie orientieren sich an:

  • Design
  • Bildern
  • Navigation
  • Typografie
  • Texten
  • Interaktionen
  • User Experience

Eine gute Website führt den Besucher durch Inhalte, schafft Vertrauen und macht komplexe Informationen verständlich.

Daran ändert KI nichts.

Der Zugang für Maschinen

Maschinen betrachten dieselbe Website anders.

Für sie sind andere Fragen entscheidend:

  • Was ist das für ein Unternehmen?
  • Welche Leistungen bietet es an?
  • Für welche Themen besitzt es Expertise?
  • Welche Personen stehen dahinter?
  • Welche Inhalte gehören zusammen?
  • Welche Aussagen sind eindeutig genug, um sie einordnen oder zitieren zu können?
  • Sind die relevanten Informationen technisch erreichbar?

Dafür braucht eine moderne Website keine zweite Kopie.

Sie braucht klare Inhalte, eine saubere technische Struktur und zusätzliche maschinenlesbare Signale.

Eine Website — zwei Perspektiven

Nehmen wir eine Unternehmenswebsite.

Ein Mensch liest:

Wir entwickeln individuelle Webanwendungen für Unternehmen, Verbände und Institutionen.

Er sieht dazu Projekte, Bilder, Referenzen und Ansprechpartner.

Eine Maschine sollte aus denselben Informationen möglichst eindeutig erkennen können:

Unternehmen: pixel-dusche
Standort: Frankfurt am Main
Leistung: individuelle Webentwicklung
Zielgruppen: Unternehmen, Verbände und Institutionen

Die Information ist dieselbe.

Nur die Art, wie sie verarbeitet wird, unterscheidet sich.

Wie entsteht der Maschinenzugang?

Hier kommen mehrere Ebenen zusammen.

1. Semantisches HTML

Überschriften sollten Überschriften sein. Navigation sollte als Navigation erkennbar sein. Inhalte sollten logisch gegliedert werden.

Eine visuell schöne Website, deren gesamte Bedeutung erst durch JavaScript, Animationen oder grafische Elemente entsteht, kann für Maschinen unnötig schwer verständlich sein.

2. Eindeutige Inhalte

Marketing liebt Formulierungen wie:

Wir gestalten die digitale Zukunft unserer Kunden.

Das klingt gut, sagt einer Maschine aber erstaunlich wenig.

Eine Aussage wie:

pixel-dusche entwickelt individuelle Websites und Webanwendungen für Unternehmen und Institutionen.

ist wesentlich eindeutiger.

Menschen verstehen beide Aussagen.

Maschinen können die zweite leichter einer konkreten Leistung und einem konkreten Unternehmen zuordnen.

3. Strukturierte Daten mit Schema.org

Mit Schema.org lassen sich zusätzliche Zusammenhänge explizit beschreiben.

Zum Beispiel:

  • Organization → Wer ist das Unternehmen?
  • Person → Wer ist Experte oder Autor?
  • Service → Welche Leistung wird angeboten?
  • Article → Was ist ein Fachbeitrag?
  • FAQPage → Welche Fragen beantwortet die Seite?
  • Product → Welches Produkt wird beschrieben?

Diese Informationen werden beispielsweise als JSON-LD im HTML hinterlegt.

Sie ersetzen den sichtbaren Inhalt nicht.

Sie beschreiben ihn zusätzlich für Maschinen.

4. Technische Erreichbarkeit

Die besten Inhalte helfen wenig, wenn ein System sie nicht abrufen kann.

Deshalb gehört zur Maschinenlesbarkeit auch die Frage:

  • Was steht in der robots.txt?
  • Werden relevante Bots blockiert?
  • Verhindert eine Firewall oder ein CDN den Zugriff?
  • Sind wesentliche Inhalte ohne Login oder Interaktion erreichbar?

OpenAI verwendet beispielsweise den OAI-SearchBot, um Inhalte für ChatGPT Search zu entdecken.

Wer von KI-Suchsystemen gefunden werden möchte, sollte deshalb auch deren technische Erreichbarkeit prüfen.

5. Optionale Zusatzformate wie llms.txt

Und dann gibt es noch llms.txt.

Die Idee dahinter ist interessant: Eine zusätzliche Textdatei kann wichtige Informationen und Links einer Website kompakt und maschinenfreundlich zusammenfassen.

Zum Beispiel:

https://www.example.de/llms.txt

Eine solche Datei könnte unter anderem auf zentrale Leistungen, Dokumentationen oder Wissensinhalte verweisen.

Aber hier ist eine wichtige Unterscheidung notwendig:

llms.txt ist derzeit eine optionale Konvention — kein etablierter Rankingfaktor und keine Voraussetzung dafür, von ChatGPT gefunden zu werden.

Sie kann den Maschinenzugang ergänzen.

Sie ist aber nicht der Maschinenzugang.

Es geht also nicht um zwei Websites

Genau darin liegt ein häufiges Missverständnis.

Wir müssen Inhalte nicht zweimal schreiben — einmal für Menschen und einmal für KI.

Im Gegenteil:

Die beste Grundlage für beide Zielgruppen ist eine gemeinsame, sauber strukturierte Informationsbasis.

Aus dieser können unterschiedliche Darstellungen und maschinenlesbare Formate entstehen.

Der sichtbare Artikel für den Menschen.

Schema.org als semantische Beschreibung.

Eine API für strukturierte Daten.

Ein RSS- oder XML-Feed.

Eine Sitemap für Suchmaschinen.

Oder ergänzend eine llms.txt.

Die Quelle bleibt dieselbe.

Das ist keine doppelte Arbeit

Wenn eine Website von Anfang an sauber konzipiert wird, entstehen viele dieser Informationen ohnehin im CMS.

Ein Beispiel:

Für eine Leistung werden bereits gespeichert:

  • Name
  • Beschreibung
  • Kategorie
  • Ansprechpartner
  • Referenzen
  • FAQ
  • URL
  • Aktualisierungsdatum

Diese Daten können anschließend an mehreren Stellen verwendet werden.

Für die sichtbare Website.

Für Schema.org.

Für interne Suche.

Für Schnittstellen.

Und gegebenenfalls für zusätzliche maschinenlesbare Formate.

Das ist keine doppelte Contentpflege. Es ist eine bessere Contentarchitektur.

Warum das für moderne Websites wichtig wird

Die entscheidende Veränderung lautet nicht:

Jede Website braucht jetzt eine llms.txt.

Die Veränderung ist größer:

Websites werden zunehmend von unterschiedlichen Systemen gelesen und verarbeitet.

Menschen besuchen Seiten.

Google crawlt Seiten.

ChatGPT und Perplexity können das Web durchsuchen und Quellen zitieren.

Andere Systeme greifen auf strukturierte Daten, Feeds oder APIs zu.

Eine moderne Website sollte deshalb Informationen nicht nur darstellen.

Sie sollte Informationen strukturiert bereitstellen können.

Von der Website zum Informationssystem

Das verändert auch die Aufgabe eines CMS.

Ein klassisches CMS denkt häufig in Seiten:

Überschrift + Bild + Text = Webseite

Ein modernes System sollte stärker in Informationen und Beziehungen denken:

Unternehmen → Leistung → Person → Projekt → Fachartikel → FAQ

Aus diesen Informationen entstehen anschließend Seiten.

Aber eben nicht nur Seiten.

Sie können genauso für strukturierte Daten, Suchfunktionen, Apps, Schnittstellen oder KI-Systeme verwendet werden.

Die Website wird damit von einer Sammlung gestalteter Seiten zu einem strukturierten Informationssystem.

Genau hier setzt Morpheus an

Bei Morpheus betrachten wir Inhalte deshalb nicht ausschließlich als Webseiten.

Informationen werden strukturiert gespeichert und können dort ausgegeben werden, wo sie benötigt werden:

  • auf der Website
  • als strukturierte Daten
  • über Schnittstellen
  • in Suchfunktionen
  • in maschinenlesbaren Formaten

Schema.org kann dabei direkt aus vorhandenen Informationen erzeugt werden.

Crawler-Regeln lassen sich kontrollieren.

Und optionale Formate wie llms.txt können ergänzt werden, ohne Inhalte separat pflegen zu müssen.

Das Ziel ist nicht, eine Website speziell für ChatGPT zu bauen.

Das Ziel ist eine Architektur, die Informationen für Menschen und Maschinen gleichermaßen nutzbar macht.

Das ist die eigentliche neue Norm

Vor 20 Jahren mussten Unternehmen lernen, überhaupt Inhalte im Web bereitzustellen.

Dann kamen Suchmaschinenoptimierung, responsive Websites, strukturierte Daten und mobile Nutzung.

Mit KI-Systemen kommt nun eine weitere Nutzungsebene hinzu.

Deshalb braucht die nächste Website nicht wirklich zwei URLs.

Sie braucht zwei Zugänge zu derselben Wahrheit:

einen, den Menschen gerne benutzen — und einen, den Maschinen eindeutig verstehen können.

Lassen Sie uns Ihre Website darauf vorbereiten

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